Menschen mit Behinderungen und Sport

Servicenavigation

Sie befinden sich hier: Leichte Sprache >  Menschen mit Behinderungen und Sport

Menschen mit Behinderungen und Sport

Was steht in diesem Text

Menschen mit Behinderungen machen weniger Sport
als Menschen ohne Behinderungen.
Das ist schade.
Denn beim Sport können Menschen mit Behinderungen ganz einfach mit anderen zusammen-kommen.
Im Sport kann Inklusion gut klappen.
Deshalb muss es mehr Sport-Angebote für alle geben.
Es muss auch mehr barriere-freie Sport-Anlagen geben.


Welche Bedeutung hat Sport für Inklusion

Viele Menschen machen Sport.
Sie haben Spaß daran.
Im Sport sind viele Sachen einfacher:
Zum Beispiel sich gemeinsam bewegen und spielen.

Im Sport können Menschen mit Behinderungen einfach mit Menschen ohne Behinderungen zusammen-kommen.
Deshalb kann Sport ein gutes Beispiel für Inklusion sein.
So wie im Sport kann es auch in anderen Bereichen sein.

 

Überall sollen Menschen mit Behinderungen mit
anderen Menschen zusammen-kommen.
Zum Beispiel:

  • Beim Wohnen.
  • Beim Arbeiten.
  • In der Schule.

Wer macht in Deutschland Sport

In Deutschland machen sehr viele Menschen Sport.
Auch viele Menschen mit Behinderungen machen Sport.
Es gibt viele Sport-Vereine.

Viele Vereine machen gute Sport-Angebote:
Damit Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen Sport machen können.
Auch Verbände machen viele gute Projekte für Inklusion.
Verbände sind Gruppen von Vereinen.

Ein Verein kann Mitglied von einem Verband sein.

Es gibt einen Bericht von der Bundes-Regierung
zum Thema Inklusion:
Er heißt Teilhabe-Bericht.

Im Teilhabe-Bericht 2016 von der Bundes-Regierung steht:
Menschen mit Behinderungen machen nicht so viel Sport wie Menschen ohne Behinderungen.
Sie gehen auch nicht so oft zu Sport-Veranstaltungen wie
Menschen ohne Behinderungen.


Das steht in der UN- Behinderten-Rechts-Konvention

Die Behinderten-Rechts-Konvention von der UN ist ein Vertrag.
UN ist eine englische Abkürzung für:
Vereinte Nationen.
Dort sitzen Politikerinnen und Politiker
aus der ganzen Welt.
Sie machen Verträge für die ganze Welt.
Die Behinderten-Rechts-Konvention von der UN ist ein Papier über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Deutschland hat das Papier unterschrieben.
Das bedeutet:
Deutschland muss diese Regeln beachten.

In dem Vertrag steht:
Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Sport.
Deutschland muss mehr machen:
Damit Menschen mit Behinderungen in Sport-Vereinen besser mitmachen können.
Es muss mehr Sport-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen geben.
Deutschland muss auch Sport-Angebote nur für Menschen mit Behinderungen machen.

Die Sport-Anlagen müssen barriere-frei sein.
Dann können Menschen mit Behinderungen selbst entscheiden:

  • Dann will ich Sport machen.
  • Dort will ich Sport machen.
  • Mit diesen Menschen möchte ich Sport machen.

Warum gibt es zu wenig inklusive Sport-Angebote

Im Jahr 2014 gab es eine Umfrage von der Aktion Mensch.
Das war das Ergebnis:
Viele Menschen mit und ohne Behinderungen wollen zusammen Sport machen.
Aber es gibt zu wenig Angebote dafür.
Darum machen Menschen mit Behinderungen weniger Sport als andere Menschen.

Es gibt aber noch mehr Gründe:
Manche Sport-Anlagen sind nicht barriere-frei.

  • Es gibt keine Trainerinnen und Trainer für Menschen mit Behinderungen.
  • Menschen mit Behinderungen kommen nicht gut zu den Sport-Anlagen hin. Busse und Bahnen sind nicht barriere-frei.
  • Es gibt zu wenig Geld für gemeinsamen Sport von Menschen mit und ohne Behinderungen.

Was muss sich ändern

Die Sport-Vereine müssen mehr Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen machen.
Dann können Menschen mit und ohne Behinderungen öfter zusammen Sport machen.
 

Sport-Vereine sollen offen sein für
Menschen mit Behinderungen.
Menschen mit Behinderungen sollen in Sport-Vereinen mit-bestimmen können.

  • Als Trainerinnen oder Trainer.
  • Als Mitglied oder im Vorstand.

Die Vereine sollen Menschen mit Behinderungen fragen:

  • Was brauchen sie.
  • Wie sollen Sport-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen sein.

Das nennt man auch:
Partizipation.


Das möchte das Deutsche Institut für Menschen-Rechte

Es muss mehr Sport-Angebote für alle Menschen geben.
Dafür müssen alle gut zusammen-arbeiten:

  • Bundes-Länder.
  • Städte und Gemeinden.
  • Sport-Verbände.
  • Sport-Vereine.

Sport-Anlagen müssen barriere-frei gemacht werden.
Der Staat und die Sport-Verbände müssen zusammen-arbeiten.

Sie sollen sich in Aktionen gemeinsam dafür stark machen:
Menschen mit und ohne Behinderungen sollen öfter zusammen-kommen.
Damit sie sich besser verstehen können.
Und mehr zusammen machen können.

Es soll untersucht werden:

  • Darum machen Menschen mit Behinderungen weniger Sport als Menschen ohne Behinderungen.
  • Diese Informationen sollen gesammelt werden.

Über diesen Text

Wer hat diesen Text gemacht
Der Text ist vom
Deutschen Institut für Menschen-Rechte
Das ist die Adresse vom Institut:
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Telefon: 030 25 93 59 0
Fax: 030 25 93 59 59
E-Mail: info(at)institut-fuer-menschenrechte.de
www.institut-fuer-menschenrechte.de/willkommen
www.ich-kenne-meine-rechte.de
Auf diesen Internet-Seiten finden Sie
Infos in Leichter Sprache.

Peter Litschke hat den Text
in schwerer Sprache geschrieben.
Er arbeitet beim Deutschen Institut für Menschen-Rechte.
Marlene Seifert hat den Text in Leichte Sprache übersetzt.
Anette Bourdon und Rainer Werner haben den Text geprüft.


Wer hat die Bilder gemacht
Die Bilder sind von: © Lebenshilfe für Menschenmit geistiger Behinderung Bremen e. V.
Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013


Seit wann gibt es den Text
Seit Dezember 2017.
Der Text heißt auch:
Position Nummer 12 in Leichter Sprache.
ISSN 2509 -3037 (online)
Hier kann der Text als PDF-Datei herunterladen werden.
© Deutsches Institut für Menschen-Rechte, 2017