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Veranstaltungen 2011

Fortbildung für Beratungsstellen über die Möglichkeiten der Unterstützung von Betroffenen des Menschenhandels zur Durchsetzung ihrer Lohnansprüche (Okt. 2011)

Betroffene von Menschenhandel leisten schwere Arbeit, z. B. in Haushalten, Bordellen oder der Gastronomie. Ihnen steht dafür die Zahlung von Lohn zu. Beratungsstellen unterstützen die Betroffenen bei der Geltendmachung ihrer Rechte. Sie informieren die Betroffenen über ihre Rechte und vermitteln sie in die anwaltliche Beratung. 
Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Deutsche Institut für Menschenrechte im Oktober 2011 im Rahmen des Projekts "Zwangsarbeit heute" eine Fortbildung zum Thema: "Arbeitsausbeutung – Wie kommen die Klient/innen zu ihrem Lohn?". Es wurde Wissen darüber vermittelt, wann Klientinnen und Klienten Anspruch auf Lohn haben, wie Beratungsstellen sie unterstützen können und wie eine effektive Kooperation mit Rechtsanwältinnen oder –anwälten aussehen kann. An Fallbeispielen setzten sich die Teilnehmenden mit der außergerichtlichen und gerichtlichen Durchsetzung von Ansprüchen aus Arbeitsverhältnissen der Betroffenen auseinander.

Programm der Fortbildung "Arbeitsausbeutung – Wie kommen die Klient/innen zu ihrem Lohn?" (PDF, 36 KB, nicht barrierefrei)


Expertengespräch zum Thema "Rights Violations and Access to Justice of Domestic Workers in the Context of Diplomatic Immunity" (Mai 2011)

Am 2. und 3. Mai 2011 trafen sich in Berlin rund 30 ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter von Außenministerien verschiedener Länder, europäischen und internationalen Institutionen sowie Nichtregierungsorganisationen zu einem internationalen Expertengespräch zum Thema "Rights Violations and Access to Justice of Domestic Workers in the Context of Diplomatic Immunity". Grundlage der Veranstaltung war eine Studie des Projektes "Zwangsarbeit heute", die das Phänomen in fünf europäischen Ländern untersucht. Die Anwesenden diskutierten Strategien für eine Gewährleistung der Menschenrechte von Hausangestellten in Diplomatenhaushalten. Ausgehend von dem Expertengespräch sollen hierzu Empfehlungen entwickelt werden. Die Studie wird Ende Juni auf Englisch veröffentlicht und ist über das Institut kostenfrei erhältlich. Veranstaltet wurde das Expertengespräch vom Deutschen Institut für Menschenrechte und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die Veranstaltung wurde finanziert aus Mitteln des Projekts "Zwangsarbeit heute", gefördert aus Mitteln der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". 

Weitere Informationen zum Expertengespräch:

Meeting Report 2-3 May 2011 (PDF, 168 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 1: International Roundtable - Agenda (PDF, 108 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 2: Draft Conclusions and Recommendations (PDF, 324 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 3: Out-of-Court negotiations - Analysis  (PDF, 56 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 4: Some Ideas About a Procedural Framework for out of Court Settlements Between Diplomats and Their Employees (PDF, 104 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 5: Summary of Judgement (PDF, 48 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 6: Judgement French Admin Supreme Court 2011 (PDF, 28 KB, nicht barrierefrei)
Anhang 7: Elements for a Body of Principles and Guidelines (PDF, 128 KB, nicht barrierefrei)


Fachtag "Arbeitsausbeutung und Menschenhandel in Deutschland – Unterstützungsansätze für betroffene Migrant/innen und Flüchtlinge" (April 2011)

Am 1. April 2011 trafen sich in Berlin rund 100 Vertreterinnen und Vertreter von Beratungsstellen, Verbänden und Organisationen der Migrations- und Flüchtlingsarbeit, um sich über Unterstützungsansätze für Betroffene von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel auszutauschen und Handlungsbedarfe zu diskutieren. Im Vordergrund des Fachtags stand die Frage, wie die Betroffenen durch Beratungs- und Informationsangebote in ihren Rechten gestärkt werden können. Dafür bedarf es, so wurde betont, einer Qualifizierung und Vernetzung der Beratungsarbeit sowie eines Ausbaus der Unterstützungsstrukturen. 
Am Vormittag erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über Erscheinungsformen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel in Deutschland sowie über die rechtlichen Grundlagen. In Vorträgen und im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Wie findet Menschenhandel unter dem Deckmantel legaler Beschäftigungsverhältnisse statt? Welche Erfahrungen gibt es mit Fällen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel in der Flüchtlingsarbeit? Wie ist die Situation von  Betroffenen, die keinen regulären Aufenthaltsstatus besitzen? In drei Praxisforen wurde am Nachmittag über Zugänge zu Betroffenen, das Erkennen von Menschenhandel mittels Indikatoren sowie konkrete Wege der Durchsetzung von Arbeitsrechten gesprochen. 

Die Tagung wurde vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Kooperation mit dem Diakonischen Werk der EKD veranstaltet. Finanziert wurde die Veranstaltung aus Mitteln des Projekts "Zwangsarbeit heute", gefördert aus Mitteln der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft".

Weitere Informationen zur Tagung:
Programm des Fachtags (PDF, 61 KB, nicht barrierefrei)

Materialien:
Themendossier Menschenhandel/Moderne Sklaverei/Zwangsarbeit heute in Deutschland (PDF, 76 KB, nicht barrierefrei)

Gesetzestexte zum Thema Menschenhandel und Arbeitsausbeutung
(Auswahl) (PDF, 41 KB, nicht barrierefrei)

Informationsfilm "Arbeit ohne Lohn? Ausbeutung ohne Entschädigung? Menschenhandel und Arbeitsausbeutung in Deutschland"

Stellungnahme zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex (PDF, 188 KB, nicht barrierefrei)

aktuell Nr. 1, Thema: EU-Richtlinienumsetzungspaket 2010: Chancen zur Stärkung der Betroffenen von Menschenhandel und schwerer Ausbeutung nicht verpassen!

Presse:
"Woran erkennt man moderne Sklaverei? - Berliner Tagung 'Arbeitsausbeutung und Menschenhandel in Deutschland'": Bericht zur Tagung im Deutschlandfunk, Sendung vom 7. April 2011
Der Bericht zum Nachhören (siehe Rechte Spalte "Audio on Demand")
Der Bericht zum Nachlesen