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Projekt Diskriminierungsschutz

Projekt "Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände"

Das Projekt verfügt seit Januar 2011 über eine eigene Website:
aktiv-gegen-diskriminierung.de 

Dort finden Sie umfassende, aktuelle Informationen und können sich seit Anfang März als Mitglied eines Verbands für einen geschlossenen Mitgliederbereich registrieren.  


Mit dem Projekt "Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände" soll die Handlungskompetenz von Verbänden als Akteuren des Diskriminierungsschutzes gestärkt und eine menschenrechtliche Kultur der Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung gefördert werden. Ziel ist es, Verbände für den Diskriminierungsschutz zu sensibilisieren, ihr Selbstverständnis in diesem Bereich zu fördern, zur Entwicklung entsprechender verbandsinterner Maßnahmen beizutragen und insbesondere die Anwendung verbandsspezifischer Rechte in Gerichts- und Beschwerdeverfahren zum Diskriminierungsschutz zu erhöhen.

Das Projekt verfolgt dabei einen horizontalen Ansatz und beschäftigt sich gleichermaßen mit dem Schutz vor rassistischen Diskriminierungen sowie Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Identität oder Orientierung, des Alters, der Religion und Weltanschauung oder einer Behinderung. 

Hintergrund 

Hintergrund ist die Beobachtung, dass der gesellschaftspolitische Auftrag des Diskriminierungsschutzes für die deutsche Verbandslandschaft noch relativ neu ist. Das Diskriminierungsverbot hat eine besondere Bedeutung als Strukturmerkmal der Menschenrechte, bei dessen Durchsetzung Verbände eine wesentliche Rolle spielen können. Ihre Möglichkeiten, sich für den Diskriminierungsschutz einzusetzen, sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Hierzu zählen Unterstützungs- beziehungsweise Verbandsklagerechte bei Verfahren nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dem Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) und den Behindertengleichstellungsgesetzen des Bundes (BGG) sowie der Länder. Außerdem bestehen für Verbände Beteiligungsmöglichkeiten an internationalen menschenrechtlichen Beschwerdeverfahren, etwa vor den UN-Vertragsausschüssen oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). 

Zielgruppen 

Das Projekt richtet sich an Selbstorganisationen der von Diskriminierung betroffenen Personen, Antidiskriminierungsverbände, Wohlfahrts- und Sozialverbände, Verbraucherschutz- und Mieterverbände, Gewerkschaften sowie Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände. 

Angebote 

Es umfasst unterschiedliche Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsmöglichkeiten zu verbandsspezifischen Instrumenten zum Diskriminierungsschutz in Gerichts- und Beschwerdeverfahren wie auch zur Förderung einer innerverbandlichen Antidiskriminierungskultur. Die Angebote sollen nachhaltige Veränderungsprozesse bewirken und sind längerfristig angelegt. Die Beratung für Verbandsleitungen soll Anstöße hinsichtlich der Veränderung des Selbstverständnisses der Verbände geben und zur Entwicklung entsprechender Maßnahmen für die eigenen Mitglieder und Mitarbeitenden beitragen. Daneben werden zielgruppenspezifische Schulungen zur Qualifizierung der Mitarbeitenden und Mitglieder hinsichtlich der Anwendung der verbandsspezifischen Rechte in Gerichts- und Beschwerdeverfahren zum Diskriminierungsschutz angeboten. Die Schulungen sollen praxisorientiertes Wissen, konkrete Handlungsanleitungen sowie Umsetzungsstrategien vermitteln. Mit verbandsübergreifendenen Follow-Up-Veranstaltungen sollen der Erfahrungsaustausch, die Vernetzung und Zusammenarbeit gefördert werden. Im weiteren Projektverlauf sollen zudem Handreichungen herausgegeben und eine Online-Informationsplattform etabliert werden. 

Die Termine unserer Seminare und Schulungen finden Sie im Menüpunkt Veranstaltungen.

Das Projekt beinhaltet nicht die Befugnis, Beschwerden entgegenzunehmen oder rechtsberatende Unterstützung in Einzelfällen zu leisten. Einzelfallbezogene Anfragen können wir daher leider nicht bearbeiten.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Flyer des Projekts Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände (PDF, 444 KB) 

Übersicht: Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten von Verbänden
in Gerichts- und Beschwerdeverfahren zum Diskriminierungsschutz (PDF, 692 KB, nicht barrierefrei)


Übersicht: Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten von Verbänden
in Gerichts- und Beschwerdeverfahren zum Diskriminierungsschutz (Tabelle, HTML)

Projektverantwortliche: 
Dr. Petra Follmar-Otto, Leiterin der Abteilung Menschenrechtspolitik Inland/Europa
Tel.: 030 - 259 359 - 27 
E-Mailfollmar@institut-fuer-menschenrechte.de

Kontakt:
Dr. Nina Althoff 
Projektkoordinatorin
Tel.: 030 - 259 359 - 40 
E-Mailalthoff@institut-fuer-menschenrechte.de

Sera Choi, M.A.
Projektkoordinatorin
Tel.: 030 - 259 359 - 413
E-Mailchoi@institut-fuer-menschenrechte.de

Kontakt

Dr. Nina Althoff
Projektkoordinatorin
Tel.: 030 25 93 59 - 40
E-Mail: althoff@institut-fuer-menschenrechte.de

 

Sera Choi, M.A.
Projektkoordinatorin
Tel.: 030 25 93 59 - 413
E-Mail: choi@institut-fuer-menschenrechte.de