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Newsletter September 2010
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Michael Windfuhr wird neuer stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte![]() Michael Windfuhr © Brot für die Welt Das Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte hat Michael Windfuhr zum neuen stellvertretenden Direktor des Instituts gewählt. Der 49-jährige Politikwissenschaftler und Menschenrechtsexperte hat langjährige Erfahrungen in der Menschenrechtsarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen, besonders im Bereich der Verteidigung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte. Fast 20 Jahre lang hat er die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Information and Action Network) mit Sitz in Heidelberg mit aufgebaut und mit geleitet. Seit 2006 ist er Leiter des Menschenrechtsteams beim Diakonischen Werk und bei Brot für die Welt. Windfuhr folgt Anfang 2011 auf Frauke Seidensticker, die das Institut seit seiner Gründung im Jahr 2001 aufgebaut hat. Sie wird sich dann ganz ihrer Tätigkeit als Consultant und Coach im Menschenrechtsbereich widmen. Deutsches Institut für Menschenrechte begrüßt Wahl von Theresia Degener in den Ausschuss zur UN-Behindertenrechtskonvention![]() Prof. Dr. Theresia Degener © Brigitte Faber Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Wahl von Prof. Dr. Theresia Degener in den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen begrüßt. Die Bochumer Professorin für Recht und Disability Studies wurde am 1. September 2010 bei der Konferenz der Vertragsstaaten zur UN-Behindertenrechtskonvention in New York zum Mitglied des Ausschusses gewählt. "Wir freuen uns sehr, dass die Wahl auf eine national wie international anerkannte Expertin und Behindertenrechts-Aktivistin gefallen ist", so Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Theresia Degener ist Mitglied im Kuratorium des Instituts und hat an den Verhandlungen zur UN-Behindertenrechtskonvention maßgeblich mitgewirkt. "Die Bundesregierung hat mit ihrem Einsatz für die Wahl von Theresia Degener ihr Engagement für die Rechte von Menschen mit Behinderungen weltweit unterstrichen", so Valentin Aichele, Leiter der deutschen Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, die am Deutschen Institut für Menschenrechte angesiedelt ist. Deutsches Institut für Menschenrechte bezieht Stellung zu Aussagen von Thilo Sarrazin![]() Dr. Hendrik Cremer © DIMR/ S. Pietschmann "Dem Deutschen Grundgesetz und der Kodifizierung universell gültiger Menschenrechte nach 1945 liegt die Erkenntnis zugrunde, dass alle Menschen in ihren Rechten und in ihrer Würde gleich geboren sind. Diese Grundsätze, die das Fundament des Grundgesetzes und der universell gültigen Menschenrechte bilden, werden in den rassistischen Ausführungen und Grundaussagen Sarrazins negiert", erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte in seiner Stellungnahme vom 2. September 2010 zu den jüngsten Äußerungen von Thilo Sarrazin. Die Stellungnahme unterzieht die Aussagen Sarrazins einer menschenrechtlichen Betrachtung. Das Institut spricht sich angesichts der anhaltenden Debatte über die Äußerungen Sarrazins zudem dafür aus, in Deutschland eine Debatte über das Verständnis von Rassismus im 21. Jahrhundert zu führen. Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte vom 2. September 2010 Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention fordert Bundesländer zur Umsetzung des Rechts auf inklusive Bildung aufDr. Valentin Aichele © DIMR/ S. Pietschmann Auch im Schuljahr 2010/2011 ist in Deutschland der Zugang zur allgemeinen Schule für behinderte Kinder nicht selbstverständlich. "Es darf nicht sein, dass Betroffene gegen ihren Willen vom allgemeinen Schulsystem ausgeschlossen bleiben", betonte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention am Deutschen Institut für Menschenrechte. "Behinderte Mädchen und Jungen haben einen menschenrechtlichen Anspruch auf ein sinnvolles Bildungsangebot im allgemeinen Bildungssystem", unterstrich Aichele unter Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention. Das Recht auf inklusive Bildung müsse in den Bundesländern deshalb stärker beachtet werden. Diesen Standpunkt vertritt die Monitoring-Stelle auch in einer Stellungnahme zum Recht auf inklusive Bildung und dessen Bedeutung für die behördliche und gerichtliche Praxis, die am 10. September 2010 veröffentlicht wurde. Darin bemängelt sie insbesondere den Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 12. November 2009: Dem Gericht sei es nicht gelungen, die Behindertenrechtskonvention in allen Teilen richtig darzustellen und ihre Stellung und Bedeutung innerhalb der deutschen Rechtsordnung angemessen zu würdigen. Einladung: Fortbildung "Menschenrechtsbildung – schon mit Kindern?", 23.-25. September 2010, DüsseldorfDas Deutsche Institut für Menschenrechte und die Bundeszentrale für Politische Bildung laden ein zur Fortbildung "Menschenrechtsbildung – schon mit Kindern?" vom 23. bis 25. September 2010 in Düsseldorf. Die Fortbildung richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren arbeiten. Das Schwerpunktthema in Düsseldorf ist Diskriminierung aufgrund von Armut und sozialer Ausgrenzung. Einladung: Fortbildung "Das Thema Menschenrechte im Bereich des MSA und der 5. PK des Abiturs", 6. Oktober 2010, BerlinDas Deutsche Institut für Menschenrechte und die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin laden gemeinsam ein zu einer Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer. Das Seminar richtet sich an Berliner Lehrerinnen und Lehrer, die im Rahmen des Mittleren Schulabschlusses (MSA) beziehungsweise der 5. Prüfungskomponente (PK) des Abiturs Schülerinnen und Schüler zu Themen aus dem Bereich Menschenrechte beraten und begleiten. Einführend wird das Deutsche Institut für Menschenrechte vorgestellt, anschließend geben die Referierenden einen Überblick über die Menschenrechtsthemen im MSA beziehungsweise der 5. PK der letzten Jahre. Anne Sieberns führt in die Recherche- und Arbeitsmöglichkeiten in der Bibliothek des Instituts ein, danach recherchieren die Teilnehmenden selbst im Internet. Abschließend werden Materialien zum Thema vorgestellt. Geleitet wird die Fortbildung von Anne Sieberns (Deutsches Institut für Menschenrechte) und Dr. Karlheinz Lipp. Einladung: Seminar "Durchsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinien: Das Vorabentscheidungsverfahren zum EuGH", 26. Oktober 2010, BerlinIn dem Seminar wird es um strategische und praktische Fragen zum Nutzen und Ablauf eines Vorabentscheidungsverfahrens beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zum Diskriminierungsschutz gehen. Es sollen konkrete Handlungsanleitungen und praktisches Wissen zum Vorabentscheidungsverfahren vermittelt werden. Dr. Klaus Bertelsmann, Fachanwalt aus Hamburg, wird hierzu aus seiner langjährigen Erfahrung berichten. Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende von Verbänden und Beratungsstellen. Einladung: Fortbildung "Menschenrechtsbildung – schon mit Kindern?", 8.-10. November 2010, Berlin![]() Das Deutsche Institut für Menschenrechte und das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg laden ein zur Fortbildung "Menschenrechtsbildung – schon mit Kindern?" in Berlin. Die Fortbildung richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren arbeiten. Das Schwerpunktthema in Berlin ist "Diskriminierung und Rassismus". Einladung: "Vielfalt leben - Gleichheit herstellen! Fachtag für eine Antidiskriminierungskultur in Deutschland", 10. November 2010, HamburgAuch im Jahr 2010 gehören rassistische Diskriminierungen und Diskriminierungen wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität weiterhin zum Alltag vieler Menschen. Zwar verbessert das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) die gesetzlichen Grundlagen für den Schutz vor Diskriminierungen. Gleichwohl besteht für die Etablierung einer Antidiskriminierungskultur in Deutschland weiterhin großer Handlungsbedarf. Der Fachtag soll dazu beitragen, diesen Handlungsbedarf zu verdeutlichen und Lösungsansätze für eine Antidiskriminierungskultur in Deutschland zu erarbeiten. Hierzu sollen verschiedene Konzepte, Strategien und "Good-Practice"- Beispiele vorgestellt werden. Die Tagung richtet sich an Mitarbeitende staatlicher sowie nicht-staatlicher Organisationen und Beratungsstellen. Einladung: Seminar "Aktiv gegen Diskriminierung: Was Verbände vor Gericht erreichen können", 18.-19. November 2010, BerlinDas Deutsche Institut für Menschenrechte und die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) laden herzlich ein zu einem Seminar in Berlin. Ziel des Seminars ist es, in die menschenrechtlichen Grundlagen zum Diskriminierungsschutz einzuführen und die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände zum Diskriminierungsschutz in Gerichts- und Beschwerdeverfahren vorzustellen. Dabei sollen konkrete Handlungsmöglichkeiten und Umsetzungsstrategien für Verbände behandelt werden. Themen werden auch die Bedeutung der Verbandsrechte für die politische Lobbyarbeit, für das Bewirken struktureller Veränderungen als auch für die Arbeit mit von Diskriminierung betroffenen Personen sein. Die Inhalte werden praxisnah und anhand von Fallbeispielen vermittelt. Das Angebot richtet sich an Mitarbeitende der BAG Selbsthilfe und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie sonstige Verbandsvertreterinnen und -vertreter. Einladung: Fortbildung "Menschenrechtsbildung – schon mit Kindern?", 3.-5. Dezember 2010, PetershagenDas Deutsche Institut für Menschenrechte und die Heimvolkshochschule "Alte Molkerei Frille" laden herzlich ein zur Fortbildung "Menschenrechtsbildung – schon mit Kindern?" vom 3. bis 5. Dezember 2010 in Petershagen. Die Fortbildung richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren arbeiten. Das Schwerpunktthema ist "Gewalt und Mobbing". Rückblick: Herbstakademie 2010 des Deutschen Instituts für MenschenrechteDr. Claudia Lohrenscheit © DIMR/ S. Pietschmann Das Deutsche Institut für Menschenrechte veranstaltete vom 29. August bis zum 3. September 2010 im Jugendbildungszentrum Blossin e. V. zum siebten Mal die Herbstakademie "Nationaler und Internationaler Menschenrechtsschutz". Thematischer Rahmen der Fortbildung waren das internationale Menschenrechtschutzsystem der Vereinten Nationen sowie die regionalen Schutzmechanismen in Europa. Die Teilnehmenden diskutierten Fragestellungen zur Implementierung internationaler Konventionen in nationale Politik sowie rechtspolitische, rechtsethische und rechtsphilosophische Grundlagen. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv: "Die Herbstakademie war absolut bereichernd und hat mich sehr motiviert, die Menschenrechte weiterhin, aber mit noch größerer Motivation und Energie in der täglichen praktischen Arbeit mit behinderten Menschen umzusetzen", so eine Teilnehmerin. Geleitet wurde die Akademie von Claudia Lohrenscheit, Leiterin der Abteilung Menschenrechtsbildung am Deutschen Institut für Menschenrechte. Neue Publikationen![]() "National Human Rights Institutions" erschienen In dieser englischsprachigen Publikation werden Nationale Menschenrechtsinstitutionen (NHRIs) als strategische Partner für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vorgestellt. Dabei werden mögliche Arten und Bereiche der Kooperation mit NHRIs in der Entwicklungszusammenarbeit aufgezeigt und konkrete Beispiele für die Zusammenarbeit genannt. Die Publikation ist auf Deutsch unter dem Titel "Nationale Menschenrechtsinstitutionen" erschienen. "Selected Resources on Energy, Environment, Climate and Human Rights" erschienen Diese englischsprachige Literatur- und Linkliste ermöglicht einen Einstieg in den Themenkomplex "Klima und Menschenrechte". Die aufgeführten Materialien reichen von zentralen Menschenrechtsdokumenten über wissenschaftliche Publikationen bis zu Websites, die sich mit dem Thema beschäftigen. Inhaltlich wird dabei auf die Rolle der Menschenrechte bezüglich der Themen Wüstenbildung, Naturschutz, Biodiversität und Klimawandel eingegangen. Kurze Beschreibungen erläutern die aufgeführten Links. Zur Publikation "Selected Resources on Energy, Environment, Climate and Human Rights" "Selected Resources on Justice Sector Reform and Human Rights" erschienen Diese englischsprachige Literatur- und Linkliste ermöglicht einen Einstieg in den Themenkomplex "Justiz und Menschenrechte". Die aufgeführten Materialien reichen von zentralen Menschenrechtsdokumenten über wissenschaftliche Publikationen bis zu Websites zum Thema. Inhaltlich geht es unter anderem um den Zugang zu Recht und um die Berücksichtigung der Menschenrechte in Entwicklungsprogrammen, die sich der Justizreform widmen. Kurze Beschreibungen erläutern die aufgeführten Links. Zur Publikation "Selected Resources on Justice Sector Reform and Human Rights" "Selected Resources on Sustainable Economic Development, Business and Human Rights" erschienen Diese englischsprachige Literatur- und Linkliste ermöglicht einen Einstieg in den Themenkomplex "Wirtschaft und Menschenrechte". Die Materialien reichen von zentralen Menschenrechtsdokumenten über wissenschaftliche Publikationen bis zu Websites zum Thema. Inhaltlich wird sowohl auf den Zusammenhang von Wirtschaft und Armutsreduzierung eingegangen als auch auf die Verantwortung von Unternehmen in Bezug auf Menschenrechte. Kurze Beschreibungen erläutern die aufgeführten Links. Zur Publikation "Selected Resources on Sustainable Economic Development, Business and Human Rights" BibliothekNeuerwerbungen der Bibliothek Die Neuerwerbungen der Bibliothek können im Online-Katalog eingesehen werden. Eine thematische Eingrenzung der neuen Titel anhand der Hauptgruppen der Aufstellungssystematik ist möglich. Unsere Neuerwerbungen finden Sie auch in LibraryThing
"Current Contents": Die Öffnungszeiten der Bibliothek: Telefon: 030 – 259 359 – 10 Sie wollen mehr wissen?Besuchen sie unsere vier Websites: www.institut-fuer-menschenrechte.de www.inklusion-als-menschenrecht.de www.aktiv-gegen-diskriminierung.de www.ich-kenne-meine-rechte.de ImpressumHerausgeber: Website: www.institut-fuer-menschenrechte.de V. i. S. d. P.: Redaktion: Rechtliche Hinweise: ISSN: 1867-4453 Bitte beachten Sie:
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