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Veranstaltungen

22.03.2012 10:30-17:00 | München

Regionale Fortbildung: Arbeitsausbeutung und Menschenhandel – Handlungsmöglichkeiten für die Migrations- und Flüchtlingsberatung

Arbeitsausbeutung und Menschenhandel sind auch in Deutschland Realität. Zum Beispiel in der Pflege, im Haushalt, der Gastronomie, der Landwirtschaft, auf dem Bau oder in der Prostitution. Viele der Betroffenen sind Migrantinnen und Migranten. Was sind Formen von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung? Welche Rechte haben Betroffene und wie können sie diese durchsetzen? Welche Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten bestehen für Betroffene? Wie können Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung durch Beratende identifiziert werden? Welche Rolle haben Beratungsstellen und Organisationen der Migrations- und Flüchtlingsarbeit und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für sie? Wie kann die Zusammenarbeit der Akteure des Unterstützungsbereichs verbessert werden? Die regionale Fortbildung soll dazu dienen, über Arbeitsausbeutung und Menschenhandel als Thema in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit zu informieren, Handlungsmöglichkeiten vorzustellen und einen praxisbezogenen Austausch des regionalen Unterstützungsbereichs zu ermöglichen. Sie richtet sich an Beraterinnen und Berater aus der Migrations- und Flüchtlingsarbeit, die in ihrer Arbeit Berührungspunkte mit der Arbeitsausbeutung von Migrantinnen und Migranten haben. 

Die Fortbildung ist die dritte einer Reihe von regionalen Veranstaltungen, die das Deutsche Institut für Menschenrechte in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege veranstaltet. Die Fortbildung wird finanziert aus Mitteln des Fachprojekts "Zwangsarbeit heute" des Deutschen Instituts für Menschenrechte, gefördert aus Mitteln der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft".

Programm: 

Tagungsmoderation: Katrin Oeser, Referentin Grundlagen Migration und Integration, Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat 

10:30 Begrüßung 
Heike Rabe
, Deutsches Institut für Menschenrechte
Katrin Oeser, Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat

10:45 Einführung - Arbeitsausbeutung und Menschenhandel: Formen, Branchen und Rechte der Betroffenen
Vorführung Informationsfilm und Input 
Heike Rabe, Projektkoordination "Zwangsarbeit heute – Betroffene von Menschenhandel stärken", Deutsches Institut für Menschenrechte

11:30  Erfahrungen und Perspektiven von Akteuren des Unterstützungsbereichs
World-Café: Austausch mit den verschiedenen Akteuren zu den Fragen: 
Welche Vernetzungspotenziale ergeben sich aus den unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen? Wie kann ich diese für die eigene Arbeit nutzen?
Moderation: Lea Fenner, Deutsches Institut für Menschenrechte

Beteiligte: 

  • Monika Cissek-Evans, Fachberatungsstelle JADWIGA für Opfer von  Menschenhandel
  • Christine Müller und Habibullah Hamdard, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer, BRK-Kreisverband München
  • N.N., Gewerkschaft


12:30 Mittagspause

13:30 Workshop I: Erkennen von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung  und Beratung von Betroffenen

  • Was sind Indikatoren von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und zur Arbeitsausbeutung? 
  • Was ist bei der Beratung von Betroffenen zu beachten?

    
Monika Cissek-Evans und Christina Vesselinova, Fachberatungsstelle JADWIGA für Opfer von Menschenhandel

14:45 Kaffeepause        

15:15 Workshop II: Arbeitsrechte und aufenthaltsrechtliche Bedeutung der Lebensunterhaltssicherung – Möglichkeiten der Durchsetzung von Arbeitsrechten und des Arbeitsmarktzugangs für Betroffene

  • Welche Wege zur Durchsetzung von Arbeitsrechten gibt es? 
  • Was sind Schwierigkeiten bei der Rechtsdurchsetzung und mögliche Lösungsansätze, um diese zu vermeiden? 
  • Was gilt es in der Zusammenarbeit von Beratungsstellen, Anwältinnen, Anwälten und Betroffenen zu beachten?
  • Welche speziellen Schwierigkeiten erwachsen für Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität? 
  • Welche Möglichkeiten des Arbeitsmarktzugangs bestehen in Abhängigkeit vom Aufenthaltsstatus?
  • Welche aufenthaltsrechtliche Bedeutung hat die Lebensunterhaltssicherung?


Nihal Ulusan, Fachanwältin für Arbeitsrecht in München
Tobias Klaus, Projekt BLEIB in Bayern, Bayrischer Flüchtlingsrat

16:45 Abschlussrunde und Verabschiedung 

Veranstaltungsort:

Eine Welt Haus München e. V., Schwanthalerstr. 80, 80336 München 

Anmeldung:
Die Anmeldefrist ist vorüber.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie, sich wieder abzumelden, falls Sie doch nicht teilnehmen können. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Fahrtkosten können nach Rücksprache in Einzelfällen übernommen werden, wenn eine Teilnahme sonst nicht möglich wäre. 

  

Barrierefreiheit:
Was können wir für Sie tun? Bitte melden Sie sich diesbezüglich frühzeitig bei Lea Fenner.

Kontakt: 
Lea Fenner
Telefon: 030 25 93 59 – 442
Telefax: 030 25 93 59 - 59
E-Mailfenner@institut-fuer-menschenrechte.de