Studie Schwere Arbeitsausbeutung

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Studie Schwere Arbeitsausbeutung

Zugang zum Recht für Opfer schwerer Arbeitsausbeutung (SELEX II)

Laufzeit: Februar 2017–September 2017 (2. Phase des Projekts)

Im Jahr 2013 wurde das Deutsche Institut für Menschenrechte von der EU-Grundrechteagentur (FRA) mit der Durchführung einer Reihe von sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten beauftragt, die unterschiedliche Formen der schweren Ausbeutung von Arbeitskräften aus anderen EU-Mitgliedstaaten oder Drittstaaten in Deutschland untersucht. Für die 2014 veröffentlichte Vergleichsstudie 'Schwere Formen der Arbeitsausbeutung: Arbeitskräfte aus der EU oder Drittstaaten' wurden zu diesem Zwecke europaweit qualitative Interviews mit 616 Expert_innen verschiedener Berufsgruppen in 21 Mitgliedsstaaten befragt, deren Tätigkeit den Bereich der Arbeitsausbeutung berührt. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse sollen in den nächsten Monaten durch die Perspektive betroffener Personen vertieft und erweitert werden.

Vor diesem Hintergrund führte das Institut im Zeitraum zwischen April 2017 und Juli 2017 insgesamt 23 Einzelinterviews und zwei Fokusgruppen mit Personen, die in den letzten Jahren von schwerer Arbeitsausbeutung betroffen waren. Themenschwerpunkt der Interviews sind die Erfahrungen der Befragten während und im Anschluss an das betreffende Arbeitsverhältnis. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Frage, ob und von welcher Seite Information, Unterstützung, Schutz und Wiedergutmachung/Schadensersatz geleistet wurde. Ziel ist es, Wissenslücken bezüglich relevanter Risikofaktoren zu schließen und Ansatzpunkte für Prävention, Unterstützung und die Gewährleistung des Zugangs zum Recht zu ermitteln.

Die Interviews werden dazu verwendet, einen Länderbericht über die Situation in Deutschland zu erstellen. Vergleichbare Studien werden zeitgleich in acht anderen EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt. Die FRA wird diese nutzen, um einen europaweiten Vergleichsbericht zu verfassen.

Kontakt

Lisa Fischer
Projektleitung "Zugang zum Recht für Opfer von Straftaten", "Arbeitsausbeutung von Migrant_innen"
Tel.: 030 25 93 59 - 126
E-Mail: fischer(at)institut-fuer-menschenrechte.de