Studie Integrationsmaßnahmen für junge Geflüchtete

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Studie "Rahmenbedingungen für die Integration junger Geflüchteter"

Laufzeit: Oktober 2017-Dezember 2018

Die politischen Reaktionen europäischer Staaten auf die ungewöhnlich hohen Ankunftszahlen von Asylsuchenden im Laufe der letzten Jahre waren vielfältig. Neben Bereichen wie Asylrecht, Grenzschutz und Familiennachzug lassen sich auch in der Integration von Geflüchteten zahlreiche politische und rechtliche Veränderungen beobachten. Junge Geflüchtete und deren Integration durch Bildung, Sprachförderung und Arbeitsmarktzugang sind dabei oft ein zentrales Thema. Ob und inwieweit die initiierten Integrationsmaßnahmen die erwünschten Auswirkungen zeigen, bleibt zu evaluieren.

Vor diesem Hintergrund führt das Deutsche Institut für Menschenrechte im Auftrag der EU-Grundrechteagentur die deutsche Teilstudie eines vergleichenden Forschungsprojektes durch, das die Auswirkungen staatlicher Integrationsmaßnahmen in verschiedenen EU-Staaten untersucht. Dabei liegt ein Fokus auf Unterbringungs- und Bildungsmöglichkeiten für Geflüchtete im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Die Untersuchung beschränkt sich auf die Bundesländer Berlin, Bremen und Niedersachsen. Das Projekt dient dazu, Verbesserungsbedarf bei der Integration in den Bereichen Bildung, Familiennachzug, Arbeitsmarktzugang und Unterbringung zu identifizieren.

Im Laufe der kommenden Monate führt das Institut 35 sozialwissenschaftliche Interviews und sieben Fokusgruppendiskussionen mit Expert_innen durch, die in Integrationsprozesse junger Geflüchteter involviert sind. Dazu zählen unter anderem Vertreter_innen von Landes- und kommunalen Behörden, des Jugendschutzes, von zivilgesellschaftlichen Projekten und Initiativen, der Polizei, internationaler Organisationen und weitere Expert_innen im Bereich Bildung, Wohnungsbeschaffung und Arbeitsmarktzugang.

Die Ergebnisse der Interviews und Fokusgruppendiskussionen werden dazu verwendet, einen Länderbericht über die Situation in Deutschland zu erstellen. Die Grundrechteagentur wird daraus einen vergleichenden Bericht verfassen, der regionale Unterschiede aufzeigen und Vorschläge zur Stärkung von Integrationsmaßnahmen für junge Geflüchtete hervorbringen soll.

Kontakt

Lisa Fischer
Projektleitung "Zugang zum Recht für Opfer von Straftaten", "Arbeitsausbeutung von Migrant_innen"
Tel.: 030 25 93 59 - 126
E-Mail: fischer(at)institut-fuer-menschenrechte.de