Werner Lottje Lecture 2013

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Werner Lottje Lecture 2013

In Erinnerung an einen großen Visionär der Menschenrechtsarbeit in Deutschland luden Brot für die Welt und das Deutsche Institut für Menschenrechte am 13. November 2013 zur 1. Werner Lottje Lecture ein. Die Werner Lottje Lecture diskutiert zukünftig regelmäßig aktuelle Probleme und Herausforderungen des Menschenrechtsschutzes, besonders des Schutzes von Menschenrechtsverteidigern und -verteidigerinnen.

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Nachbericht

Programm

Gäste


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Programm 13. November 2013

Weltweit unter Druck: Menschenrechtsverteidiger

17:30 Werner Lottje (1946 – 2004) Visionär und Ideengeber
Dr. Julia Duchrow, Brot für die Welt

Kurzfilm: Werner Lottje - Netzwerken für den Schutz von Menschenrechten
Dr. Klaus Seitz, Brot für die Welt
Michael Windfuhr, Deutsches Institut für Menschenrechte

18:30 Pause

18:45 Über den Tellerrand hinaus - Werner Lottje als internationaler Netzwerker
Hans Thoolen, The Martin Ennals Award for Human Rights Defenders, Genf

Preisträger des Martin Ennals Award 2013: Joint Mobile Group
Igor Kalyapin, Direktor Joint Mobile Group: Rechtsberatung und Menschenrechtsschutz in Tschetschenien

Werner Lottje Lecture
Wie kann die Arbeit von Menschenrechtsverteidigern unterstützt werden?
Margret Sekaggya, UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen, Uganda

20:30 Empfang
Begrüßung: Margit Lottje-Schröder

Veranstaltungsort

Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst
Caroline - Michaelis Str. 1
10115 Berlin

Einladung als PDF (1 MB, nicht barrierefrei)


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Gäste 2013

UN-Sonderberichterstatterin Margaret Sekaggya © DIMR/I. Scheffer

Margaret Sekaggya (geb. 23.10.1949) ist seit Mai 2008 die UN-Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen. Die Juristin hat die Uganda Human Rights Commission gegründet, deren Vorsitzende sie bis heute ist. Die Kommission untersucht Menschenrechtsverletzungen in Uganda, begutachtet Gefängnisse, überwacht das Einhalten internationaler Übereinkommen seitens der Regierung und führt Bildungsprogramme im Land durch. Ebenso war sie Mitglied der UN High Level Task Force für das Recht auf Entwicklung (2006-2008), des International Coordinating Committee of National Human Rights Institutions (2004-2007), Aufsichtsratsmitglied des International Service for Human Rights (2004-2008) sowie Vorsitzende des Commonwealth Forum for National Human Rights Institutions (2007-2009). Sie war als Lektorin am UN-Institut für Namibia (1982-1990) und als leitende Dozentin am Law Development Centre in Uganda (1990-1995) tätig, bevor sie 1995 zur Richterin am Obersten Gerichtshof von Uganda ernannt wurde. Im Rahmen ihrer Arbeit in der ugandischen Wahlkommission war sie an der Organisation der Wahlen 1996 beteiligt. Auch als Autorin verschiedener Veröffentlichungen über menschenrechtliche und verfassungsrechtliche Fragestellungen hat sie sich einen Namen gemacht.

Die Joint Mobile Group (JMG), Preisträgerin des diesjährigen Martin Ennals Award, setzt sich für die Aufklärung, Dokumentation und Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien ein. Die vom Vorsitzenden des Komitees gegen Folter, Igor Kalyapin (geb. 13.10.1967), initiierte und koordinierte Gruppierung arbeitet mit Menschenrechtsanwälten und -anwältinnen zusammen, die Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien aufdecken und untersuchen. Darüber hinaus steht die JMG Opfern und ihren Familien im Falle von Vergeltungsmaßnahmen rund um die Uhr zur Verfügung. Dabei sind die Mitarbeitenden der JMG regelmäßig Diffamierungen, Bedrohungen und Haftstrafen ausgesetzt. Trotz dieser ständigen Gefahr hat es die JMG oftmals geschafft, dass Menschenrechtsverletzungen öffentlich gemacht und Untersuchungen eingeleitet wurden. So gelang es der JMG und ihrem Vorsitzenden Igor Kalyapin im Fall von Islam Umarpashaev, der 2009 entführt, festgehalten und gefoltert wurde, seiner Familie den Zugang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ermöglichen, ihn zu befreien und strafrechtliche Untersuchungen zu initiieren.

Hans Thoolen (geb. 14.07.1947) ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Martin Ennals Awards, in dessen Namen er als vorsitzendes Jurymitglied jährlich den renommierten Preis für Menschenrechtsverteidiger und –verteidigerinnen vergibt. Hans Thoolen studierte Jura an der Universität Leiden in den Niederlanden, wo er auch anschließend als Lehrbeauftragter arbeitete, bevor er geschäftsführender Sekretär der Internationalen Juristenkommission in Genf (1977-1982) und Leiter des Niederländischen Instituts für Menschenrechte (1982-1986) wurde. Daraufhin war er viele Jahre für das UNHCR aktiv, unter anderem als Regionalrepräsentant für die baltischen und nordischen Staaten, wie auch für Uganda. Er hat nicht nur bei der Gründung und als Vorstandsmitglied bei internationalen Initiativen wie International Alert London (1985-1986) oder der International Group on Grassroots Initiatives (1982-1987) mitgewirkt, sondern hat 2006 auch die True Heroes Foundation gegründet, die Filme über Menschenrechtsverteidiger und –verteidigerinnen produziert. Darüber hinaus berichtet er in seinem Blog regelmäßig über aktuelle menschenrechtliche Entwicklungen. Der Publizist ist ebenso als Berater für das niederländische Außenministerium, verschiedene Zwischenstaatliche Organisationen und NGOs in einer Vielzahl von Ländern tätig.

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