Lange Nacht des Menschenrechts-Films

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Veranstaltungen

17.01.2017 - 18.01.2017 18:30-00:30 | CineStar – Kino in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

Lange Nacht des Menschenrechts-Films

Am 17. Januar werden in der Kulturbrauerei in Berlin vier mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016 prämierten Filme gezeigt, die Filmemacherinnen und Filmemacher sind anwesend. Der Kino-Experte und Filmkritiker Knut Elstermann (radioeins) moderiert den Abend und spricht mit ihnen über Film und Menschenrechte. Der Eintritt ist frei.

Die Jury prämierte am 10. Dezember sechs Filme in sechs Kategorien mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr Themen wie Frauenrechte in Indien, Integration in Deutschland, das Verschwindenlassen von 43 Studierenden in Mexiko, sowie die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen in der Zentralafrikanischen Republik.

Folgende ausgewählte Preisträger-Filme werden gezeigt:

Morgenland von Sonja Elena Schroeder, Luise Rist, Hans Kaul und Thomas Kirchberg (34 Min.)

Esperanza 43 von Oliver Stiller (20 Min.)

Cahier Africain von Heidi Specogna (119 Min.)

Where to, Miss? von Manuela Bastian (83 Min.)

Kurzbeschreibung der Filme

Morgenland: Ein Film eines Flüchtlingstheaters aus Göttingen. Im Amateur-Film "Morgenland" visualisieren junge Menschen aus Syrien, Afghanistan und Irak ihre Träume: wo sie leben und welche Berufe sie gerne ausüben würden.

Esperanza 43: Der Dokumentarfilm befasst sich mit der wahren Geschichte von 43 Studierenden in Mexiko, die im September 2014 bei Protesten gegen Diskriminierung in der Stadt Iguala von der Polizei verhaftet wurden und dann spurlos verschwunden sind. Der Kurzfilm von Oliver Stiller begleitet Angehörige und Augenzeugen, die die Suche nach den Studierenden noch immer nicht aufgegeben haben.

Cahier Africain: Die Regisseurin des Dokumentarfilms, Heidi Specogna, stellt Schicksale von Opfern der Gewalt der kriegerischer Auseinandersetzungen in der Zentralafrikanischen Republik vor. Das "cahier africain" - benannt nach dem schmalen Schulheft, gefüllt mit mutigen Zeugenaussagen der Kriegsopfer - ist eine Langzeitbeobachtung und begleitet seine Protagonistinnen und Protagonisten seit 2008. Während in Den Haag noch die letzten Kriegsverbrechen juristisch aufgearbeitet werden, bricht in der Zentralafrikanischen Republik schon der nächste Krieg aus. Die Menschen werden erneut in einen Strudel aus Gewalt, Tod oder Vertreibung gerissen. An ihrer Seite zeigt der Film den Zusammenbruch von Ordnung und Zivilisation in einem von Bürgerkrieg und Putsch zerrissenen Land. 

Where to, Miss?: Der Gewinner der Kategorie "Hochschulfilm" behandelt die Unterdrückung der Frauen in Indien. Die Protagonistin Devki möchte Taxifahrerin werden. Doch der größte Wunsch von Devki ist in der patriarchalen Gesellschaft nicht leicht zu erfüllen. Die Regisseurin dieses Dokumentarfilms zeigt ausdifferenziert, auf welche Schwierigkeiten Frauen in Indien stoßen, wenn sie selbstbestimmt leben und sich aus den fest verankerten Rollenbildern befreien wollen.

Grußwort und Festrede:

Grußwort des Bundespräsidenten Joachim Gauck bei der 10. Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises
Festrede von Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) zur Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises am 10. Dezember 2016

Weitere Informationen:

Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Einlass ab 18 Uhr; die Anzahl der Plätze ist begrenzt – bitte rechtzeitig erscheinen (Einlass ab 18 Uhr).

Veranstaltungsort:

CineStar – Kino in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin

Hinweis zur Barrierefreiheit:

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht.
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit der Kulturbrauerei finden Sie auf der Website mobidat.

Rückfragen:

Srdjan Tošić
Deutsches Institut für Menschenrechte
Telefon: 030 259 359 13
E-Mail: tosic@institut-fuer-menschenrechte.de

Die Lange Nacht des Menschenrechts-Films in Berlin wird veranstaltet von:

  • Amnesty International Deutschland
  • Bahá'í-Gemeinde
  • Deutscher Anwaltverein
  • Deutsches Institut für Menschenrechte
  • Deutsche UNESCO-Kommission
  • Franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog