Biografien der Referentinnen und Referenten

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Biografien der Referentinnen und Referenten

Abel Barrera

Abel Barrera © Human Rights Center of the Mountain Tlachinollán

Abel Barrera ist der Gründer und Direktor des Menschenrechtszentrums "Tlachinollan", das sich im südlichen Bundesstaat Guerrero für die Rechte der Indigenen einsetzt und für die Bekämpfung der Straflosigkeit und Gewalt in Mexiko engagiert. Die Organisation recherchiert insbesondere Fälle von "Verschwindenlassen" und von Übergriffen durch das Militär. Mehrere Fälle von Vergewaltigung und Misshandlung durch Soldaten haben die Anwältinnen und Anwälte des Zentrums bereits bis vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. Seit 2014 betreut das Menschenrechtszentrum die Fälle der 43 Studenten von Ayotzinpa, die am 26. September 2014 Opfer von Verschwindenlassen wurden. Abel Barrera Hernández und das Menschenrechtszentrum erhielten für ihre mutige Arbeit zahlreiche internationale Preise, darunter am 27. Mai 2011 den Menschenrechtspreis von Amnesty International.

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Dr. Adam Bodnar

Dr. Adam Bodnar ist Verfassungsrechtler und Menschenrechtskommissar der Republik Polen. 2012 bis 2014 war er stellvertretendes Mitglied des Sachverständigenrats des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen. Seit Dezember 2013 gehört Bodnar dem Board of Directors des Freiwilligen Fonds der Vereinten Nationen für Folteropfer an. Er arbeitet mit zahlreichen Menschenrechtsorganisationen in Polen zusammen und war 2014/15 bei der Helsinki-Menschenrechtsstiftung unter anderem zuständig für Berichte über die Menschenrechtslage in Polen für die Europäische Grundrechteagentur. Seit September 2015 wacht er als Menschenrechtskommissar über die Einhaltung der Menschenrechte in Polen, er setzt sich vor allem für eine Verbesserung des Justizwesens und der sozialen Lage in Polen ein. Im Jahr 2011 wurde Bodnar mit dem Toleranzpreis der polnischen LGBT-Organisationen ausgezeichnet.

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Michael David

Michael David © Diakonie Deutschland

Michael David, M. A., studierte Soziologie, Politik, Geschichte und Pädagogik an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und machte eine Ausbildung zum Public-Relations-Berater an der Deutschen Presseakademie Berlin. Von 2000 bis 2005 und 2007 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Bundestags in den Bereichen Nahostpolitik, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Wirtschafts- und Mittelstandspolitik. Von 2005 bis 2007 war er im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin tätig. Seit 2010 ist er bei der Diakonie Deutschland zuständig für das Arbeitsfeld "Sozialpolitik gegen Armut und soziale Ausgrenzung". Seit 2012 ist er stellvertretender Sprecher der nationalen Armutskonferenz.

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Dr. Bernd Fabritius

Dr. Bernd Fabritius ist Mitglied des Deutschen Bundestages und dort unter anderem Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Der Diplom-Verwaltungswirt und promovierte Jurist arbeitete zunächst als Beamter im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen, später eröffnete er eine Rechtsanwaltskanzlei. Seit 2013 gehört er dem Deutschen Bundestag an (CDU/CSU-Fraktion). In seiner parlamentarischen Arbeit engagiert er sich für Menschenrechtsfragen, Gleichstellung und Nichtdiskriminierung. Er ist seit 2014 Präsident des Bundes der Vertriebenen und in weiteren Vertriebenenorganisationen aktiv. Fabritius ist Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte und im Kuratorium der Magnus-Hirschfeld-Stiftung. Für sein ehrenamtliches Wirken wurde er 2011 mit der "Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa" ausgezeichnet.

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Yasmin Fahimi

Yasmin Fahimi ist Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Von 2014 bis 2015 war sie Generalsekretärin der SPD, deren Mitglied sie seit 1986 ist. Die Diplom-Chemikerin war lange als Gewerkschaftssekretärin und Abteilungsleiterin der IG Bergbau, Chemie, Energie tätig. Sie setzt sich unter anderem für Demokratieentwicklung, menschenrechtswahrende Produktions- und Lieferketten und nachhaltige Arbeit ("Gute Arbeit") ein.

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Dr. Michael Krennerich

PD Dr. Michael Krennerich ist Politikwissenschaftler am Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der Universität Erlangen-Nürnberg. In zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern setzte und setzt er sich als Wissenschaftler, Gutachter und Politikberater für menschenrechtliche Belange ein. Er ist Vorsitzender des Nürnberger Menschenrechtszentrums (NMRZ), Mitglied des Koordinierungskreises Forum Menschenrechte sowie Mitherausgeber der "Zeitschrift für Menschenrechte". Seit Januar 2016 ist er Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Für sein menschenrechtliches Engagement erhielt er 2016 die Bürgermedaille der Stadt Nürnberg.

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Kagwiria Mbogori

Kagwiria Mbogori © Kenya National Commission on Human Rights

Kagwiria Mbogori ist die Vorsitzende der Kenya National Commission on Human Rights, der in der Verfassung verankerten Nationalen Menschenrechtsinstitution Kenias. Sie arbeitet seit über 20 Jahren als internationale Menschenrechtsanwältin in Kenia und im Ausland. Zuvor war sie in verschiedenen UN-Büros in Liberia und Südsudan tätig. Kagwiria Mbogori war auch Geschäftsführerin der Kenianischen Sektion der Internationalen Juristenkommission (ICJ-Kenya) und Senior Programme Officer in der Federation of Women Lawyers. Sie ist Mutter einer Tochter und interessiert sich für Literatur, audiovisuelle und darstellende Kunst.

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Zeid Ra’ad al Hussein

Zeid Ra’ad Al Hussein ist seit 1. September 2014 UN-Hochkommissar für Menschenrechte. Er studierte an der Johns Hopkins University in den USA und wurde 1993 in Cambridge zum Ph.D. promoviert. Von 1994 bis 1996 arbeitete er für UNPROFOR. Nachdem er von 1996 bis 2000 stellvertretender Ständiger Vertreter Jordaniens bei den UN war, wurde er 2000 zum Ständigen Vertreter Jordaniens ernannt, eine Position, die er bis 2007 innehatte. Danach wurde er für drei Jahre Botschafter Jordaniens bei den USA und kehrte im September 2010 erneut als Ständiger Vertreter Jordaniens bei den UN nach New York zurück, bis er im Juli 2014 schließlich zum Hochkommissar für Menschenrechte gewählt wurde.
Besonderer Schwerpunkt seines beruflichen Wirkens war die Entwicklung der Internationalen Strafgerichtsbarkeit und die Inkraftsetzung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). So führte er unter anderem den Vorsitz bei den zweijährigen Verhandlungen über die genaue Bedeutung der massiven Menschenrechtsverletzungen, für die der Internationale Strafgerichtshof zuständig ist. Im September 2002 wurde er zum ersten Präsidenten der Versammlung der Vertragsstaaten des Römischen Statuts gewählt, die unter anderem die Richter des IStGH wählt und das Budget bestimmt.

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Dr. Theodor Rathgeber

Dr. Theodor Rathgeber © privat

Theodor Rathgeber, Dr. rer.pol., ist freiberuflich als wissenschaftlicher Autor sowie Gutachter für die Bereiche Menschenrechte, Minderheiten, indigene Völker und entwicklungspolitische Zusammenarbeit tätig. Seit 1987 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Kassel (Fachbereich 05/Sozialwissenschaften). Er arbeitete 12 Jahre im Bundesbüro der Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) und ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Adivasi-Koordination in Deutschland e.V. sowie Berater zu den Vereinten Nationen für das Forum Menschenrechte, dort seit 2003 Beobachter für die UN-Menschenrechtskommission und später den UN-Menschenrechtsrat. Seit 2016 verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift SÜDASIEN.

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Claudia Roth

Claudia Roth ist Bundestagsabgeordnete und seit 2013 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Sie arbeitete zunächst als Dramaturgin und Band-Managerin, bis sie 1985 für die Grünen in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. 1989–1998 war sie Mitglied des Europaparlaments, ab 1994 Fraktionsvorsitzende der Grünen. Als Bundestagsabgeordnete war sie von 1998 bis 2001 Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, von 2003 bis 2004 Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt und in dieser Funktion auch Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Claudia Roth war wiederholt Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Ihr besonderes Engagement galt und gilt den Politikfeldern Bürgerrechte, Klimaschutz, Demokratie und Antidiskriminierung. Sie ist Mitglied der Humanistischen Union, bei Pro Asyl sowie dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Seit 2014 ist Claudia Roth Schirmherrin des Behandlungszentrums für Folteropfer Berlin.

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Prof. Dr. Beate Rudolf

Prof. Dr. Beate Rudolf © DIMR/S. Pietschmann

Prof. Dr. iur. Beate Rudolf ist seit 2010 Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Zuvor lehrte sie sechs Jahre als Juniorprofessorin für Öffentliches Recht und Gleichstellungsrecht an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Grund- und Menschenrechte sowie Staatsstrukturprinzipien nach Völkerrecht, Europarecht und deutschem Verfassungsrecht sowie in rechtsvergleichender Perspektive. Ihre über zwanzigjährige Tätigkeit in Forschung und Lehre auf diesen Gebieten ergänzte sie durch praktische Erfahrungen in der Menschenrechtsarbeit, unter anderem im Direktorat für Menschenrechte des Europarates, als Vertreterin von Beschwerdeführenden vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie in langjähriger ehrenamtlicher Arbeit innerhalb des Deutschen Juristinnenbundes und der European Women Lawyers Association, deren Vizepräsidentin sie bis Ende 2011 war. Seit März 2016 ist sie Vorsitzende der Global Alliance of National Human Rights Institutions (GANHRI), des Weltverbands der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen.

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Dr. Joachim Rücker

Dr. Joachim Rücker ist Wirtschaftswissenschaftler und Diplomat. Er war von 1979 bis 1991 für das Auswärtige Amt tätig, mit Stationen in Bonn, Wien, Daressalam und Detroit. Rücker war von 2001 bis 2002 Stellvertretender Hoher Repräsentant für Verwaltung und Finanzen in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina). Ab 2005 leitete er als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen den wirtschaftlichen Wiederaufbau und später die Übergangsregierung im Kosovo. Von 2014 bis 2016 war Rücker Botschafter und Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen und den anderen internationalen Organisationen in Genf. Im Jahr 2015 wurde er Präsident des UN-Menschenrechtsrates. Seit Februar 2016 ist er Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Stabilitätspartnerschaft Mittlerer Osten.

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Prof. Dr. Anja Seibert-Fohr

Prof. Dr. Anja Seibert-Fohr © privat

Prof. Dr. Anja Seibert-Fohr ist Stellvertretende Vorsitzende des UN-Menschenrechtsausschusses (UN-Fachausschuss zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, UN-Zivilpakt) und Inhaberin eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Vor ihrer Wahl in den Vorstand des Menschenrechtsausschusses war sie Berichterstatterin über die nationale Umsetzung des Zivilpakts. Im Juni 2016 wurde sie von den Vertragsstaaten in ihrem Amt für weitere vier Jahre bestätigt. Als Geschäftsführende Direktorin stand Seibert-Fohr in den vergangen zwei Jahren dem Institut für Völkerrecht und Europarecht der Georg-August-Universität in Göttingen vor. Zuvor hatte sie die Leitung einer Minerva Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht in Heidelberg inne. Während Ihrer Habilitation nahm sie Einladungen zu Forschungsaufenthalten an die Universitäten von Cambridge und Georgetown wahr. Im Oktober ist sie einem Ruf an die Universität Heidelberg gefolgt.

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Dr. Frank-Walter Steinmeier

Dr. Frank-Walter Steinmeier ist seit 2013 Außenminister Deutschlands. Nach seinem Jurastudium arbeitete er in der Niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover unter dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder (SPD), zuletzt als Staatssekretär und Leiter. 1998 wechselte er ins Bundeskanzleramt nach Berlin. 2005-2009 nahm Frank-Walter Steinmeier zum ersten Mal das Amt des Außenministers wahr. Nach der Wahl im September 2009, bei der er als Kanzlerkandidat der SPD antrat, wurde er Mitglied des Bundestages und war bis 2013 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

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Moderation

Arnd Henze

Arnd Henze ist seit 2012 Fernsehkorrespondent im ARD Hauptstadtstudio Berlin. Sein Schwerpunkt ist die Außen- und Sicherheitspolitik. Thematisch ist die Tätigkeit vor allem durch die globalen Krisen und Konflikte geprägt. Viele Reisen haben ihn in den zurückliegenden Jahren vor allem in Krisengebiete wie Afghanistan, Süd Sudan und Irak geführt. Vor seinem Wechsel nach Berlin war er stellvertretender Auslandschef des WDR Fernsehens und unter anderem für den ARD Weltspiegel verantwortlich. Neben seiner journalistischen Tätigkeit hat sich Arnd Henze einen Namen als Moderator kontroverser gesellschaftlicher Debatten gemacht und eine Vielzahl von Bürgerforen und Runden Tischen begleitet. In Vorträgen und Seminaren beschäftigt er sich darüber hinaus immer wieder mit der Rolle der Medien als Akteur in internationalen Krisen.

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Dr. Beate Wagner

Dr. Beate Wagner © Global Young Academy/Florian Wiencek

Dr. Beate Wagner ist Managing Director der Global Young Academy, außerdem Lehrbeauftragte für Internationale Beziehungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ehrenamtlich als stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums des Deutschen Instituts für Menschenrechte aktiv. Von 2001 bis Ende 2015 war sie Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. und währenddessen neun Jahre Mitglied im Koordinierungskreis des Forum Menschenrechte. Zuvor war sie Programmreferentin, später Programmdirektorin bei der zwischenstaatlichen deutsch-amerikanischen RIAS BERLIN Kommission und 1992 bis 1995 Leitungsreferentin bei der Berliner Senatsverwaltung für Bundes- und Europaangelegenheiten.

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Michael Windfuhr

Michael Windfuhr ist seit dem 1. Januar 2011 Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Er studierte in Heidelberg Politikwissenschaft, Germanistik, Geographie und Philosophie. Fast 20 Jahre lang hat er die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Information and Action Network) mit aufgebaut und geleitet. Dort war er zuerst für die Fallrecherchen in Lateinamerika zuständig, dann zehn Jahre Vertreter von FIAN bei den Vereinten Nationen und anschließend Generalsekretär. Ab 2006 leitete Michael Windfuhr beim Diakonischen Werk der EKD das Menschenrechtsreferat. Darüber hinaus war er über viele Jahre Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaften der Universität Heidelberg. Michael Windfuhr wurde am 5. April 2016 vom UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) für vier Jahre (2017-2020) in den UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Committee on Economic, Social and Cultural Rights, CESCR) gewählt.

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