Interview Josef Ströbl

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Interview mit Josef Ströbl

© Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e. V.

Zur Person:
Josef Ströbl, 58 Jahre, ist Mitarbeiter bei Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e. V./Experte in eigener Sache.

Können Sie in unserer Gesellschaft gleichberechtigt dabei sein,
wo Sie dabei sein möchten?

Immer noch nicht. Früher war es aber ganz schwierig oder gar nicht möglich dabei zu sein. 

Falls nicht – welche Barrieren gibt es?

Schrift, Sprache, Briefe von Ämtern, Zeitung, Fernsehen, Bücher, Gesetze, Verordnungen, Fahrpläne und noch vieles mehr.

Was muss sich in unserer Gesellschaft ändern,
damit alle Menschen gleichermaßen teilhaben können? 

Die Gedanken der Menschen müssen sich ändern. Zum Beispiel wenn jemand sagt: Die sind doch geistig-behindert. Die können doch nix.
Es müssen auch die sogenannten Sondereinrichtungen abgeschafft werden.
Das muss schon im Kindergarten und in der Schule anfangen, und auch auf dem Arbeitsmarkt.

Inklusion bedeutet für mich…

… ist ein schweres Wort. In unserem Wörterbuch für Leichte Sprache von Mensch zuerst haben wir das so übersetzt: Von Anfang an dabei sein. 

Vom Berliner Menschenrechtstag wünsche ich mir…

… dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gute Gedanken finden, wie sich die Gesellschaft ändern kann, damit alle Menschen von Anfang an dabei sind.

(Interview: Ingrid Scheffer)