Interview Jasmin Eding

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Interview mit Jasmin Eding

Jasmin Eding © DIMR

Zur Person:
Jasmin Eding, 52 Jahre, ist Diplom-Sozialpädagogin und Aktivistin bei ADEFRA e. V. - Schwarze deutsche Frauen und Schwarze Frauen in Deutschland.

Können Sie in unserer Gesellschaft gleichberechtigt dabei sein, wo Sie dabei sein möchten?

Nicht immer, aber hoffentlich immer öfter und schließlich permanent und in allen Bereichen.

Falls nicht – welche Barrieren gibt es?

Ältere Menschen werden zum Beispiel oft von Stipendien ausgeschlossen. Zugang zu Bildung und Forschung scheint ein Privileg für junge Menschen zu sein. Die katholische Kirche und ihre Einrichtungen haben nach wie vor ein Problem mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* in ihren Reihen. Ich dürfte auch nicht Päpstin werden, falls ich doch noch irgendwann auf die Idee kommen sollte.
Rassismus ist so gegenwärtig wie mein Schatten. Stereotypisierungs-Barrieren in den Köpfen meiner Umwelt behindern mein Entfaltungsspektrum.

Was muss sich in unserer Gesellschaft ändern, damit alle Menschen gleichermaßen teilhaben können? 

Spontan würde ich sagen: alles. Dekonstruieren von Geschlechterrollen, Abschaffung postkolonialistischer Inhalte im Bildungssystem und kostenloser barrierefreier Zugang für ALLE. Vom Kindergarten bis zur Uni und bei allem was dazwischen liegt.

Inklusion bedeutet für mich…

mittendrin sein und mitreden, mithandeln können, mit gleichen Rechten. No matter what

Vom Berliner Menschenrechtstag wünsche ich mir…

Inspiration.

(Interview: Ingrid Scheffer)