Pressemitteilung: Menschenrechtsinstitut: Menschenrechts- und Genderkomponenten in Friedensmissionen müssen gestärkt werden

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Pressemitteilung: Menschenrechtsinstitut: Menschenrechts- und Genderkomponenten in Friedensmissionen müssen gestärkt werden

Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Stärkung von Menschenrechts- und Genderkomponenten in Friedensmissionen empfohlen. Die zivilen Komponenten von Friedensmissionen müssten nicht nur besser ausgebaut, sondern auch finanziell besser ausgestattet werden. "Wir wünschen uns, dass Entscheidungsträger/innen in Berlin, in Brüssel und New York sich für ein starkes Mandat und ausreichende Ressourcen einsetzen", erklärte Frauke Seidensticker, Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Menschenrechte, anlässlich der Vorstellung der Studie "Menschenrechts- und Genderkomponenten in EU und UN Friedenseinsätzen" in Berlin. Es sei bisher wenig bekannt, wie erfolgreich Menschenrechts- und Genderberater/innen arbeiteten, wenn Mandat und Ausstattung stimmten.

Die Autorin der Studie, Jeannette Böhme, beklagte die häufig schwache Integration von Menschenrechts- und Genderperspektiven bei der Konzeption und der Mandatierung von Missionen. "Trotz zunehmender Integration formaler Menschenrechts- und Genderkomponenten sowie der Bekenntnisse der Vereinten Nationen und Europäischen Union zu diesen Aufgaben bleiben menschenrechtliche und geschlechtersensible Aspekte im Rahmen der praktischen Durchführung von Friedenseinsätzen bislang häufig marginalisiert", so Böhme. Sie betonte, dass für eine optimale Wirkung von Menschenrechts- und Genderkomponenten eine starke und dynamische Missionsleitung von entscheidender Bedeutung sei. Ohne geförderte Verbindung zu anderen Missionskomponenten könnten die Menschenrechts- und Gendereinheiten in der Regel nur wenig ausrichten.

Boehme, Jeannette (2008): Human Rights and Gender Components of UN and EU Peace Operations. Putting Human Rights and Gender Mandates into Practice. German Institute for Human Rights (ed.), Berlin.

Deutsche Zusammenfassung der Studie

Statement Frauke Seidensticker, Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Menschenrechte, zur Vorstellung der Studie

Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: +49 30 259 359 14
Mobil: +49 160 966 500 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de