Nie wieder darf ein Staat Menschen das Lebensrecht absprechen

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Ein lächelndes Mädchen, neben ihr der Schriftzug "Menschenwürde"

© Birgit Betzelt/DIMR

Nie wieder darf ein Staat Menschen das Lebensrecht absprechen

Anlässlich des heutigen Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

"Deutschland und die Welt gedenken heute der Frauen, Männer und Kinder, die durch das nationalsozialistische Deutschland systematisch ermordet wurden – aufgrund einer rassistische Ideologie, die ihnen als Juden, Sinti oder Roma oder Angehörigen unserer östlichen Nachbarstaaten absprach, Menschen zu sein, gleiche Würde und gleiche Rechte zu haben. In diesem Jahr gedenken wir, wie der Deutsche Bundestag in seiner heutigen Gedenkstunde, insbesondere der ermordeten Menschen mit Behinderungen. Ihr Schicksal ist uns Mahnung: Nie wieder darf ein Staat Menschen das Lebensrecht absprechen. Nie wieder darf ein Staat Menschen nur unter dem Gesichtspunkt ihres wirtschaftlichen Nutzens betrachten.

Diese Menschheitsverbrechen waren möglich, weil es den Nationalsozialisten gelang, durch Abwertung einzelner Gruppen von Menschen und deren Ausgrenzung die Gesellschaft zu spalten und dadurch Mitmenschlichkeit und Solidarität zu untergraben. Deshalb stellt unser Grundgesetz das Bekenntnis zur Menschenwürde und zu den Menschenrechten an den Anfang. Sie bilden die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens hierzulande und in der Welt. Sie sind es, die uns als Gemeinwesen stark machen.

Das gemeinsame Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus bekräftigt: Jeder Mensch hat den gleichen Wert, die gleichen Würde und die gleichen Rechte. Eine menschliche Gesellschaft braucht Mitgefühl und Solidarität mit den Mitmenschen, gerade mit den Schwachen und Ausgegrenzten -  und die Bereitschaft, sich für die Verwirklichung der Rechte aller einzusetzen."