Afrikanische Menschenrechts-Verteidigerinnen und –Verteidiger zu Gast im Institut

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Menschenrechtsverteidigerinnen und <br>–verteidiger aus Afrika und dem Libanon <br>zu Gast im Institut © DIMR/Kämpf

Afrikanische Menschenrechts-Verteidigerinnen und –Verteidiger zu Gast im Institut

Am 21. November 2012 waren 14 Menschenrechtsverteidigerinnen und –verteidiger sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten von Glaubensgemeinschaften, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) einsetzen, aus Afrika und dem Libanon zu Gast im Deutschen Institut für Menschenrechte. Die Teilnehmenden kamen aus Algerien, Elfenbeinküste, Kamerun, Kenia, Libanon, Malawi, Namibia, Nigeria, Südafrika und Uganda. Sie berichteten, wie sie bei staatlichen Repräsentanten und in der Bevölkerung für mehr Toleranz gegenüber und Achtung von LSBTI eintreten. Andrea Kämpf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut in der Abteilung Menschenrechtspolitik international, stellte die Arbeit des Instituts zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität in der Innen- wie Außenpolitik vor.

Diskutiert wurde auch der jüngst veröffentlichte Aufruf einer ugandischen NGO-Koalition an internationale Geber anlässlich des gerade erneut ins ugandische Parlament eingebrachten Anti-Homosexuality Bill sowie eines ähnlichen Gesetzesvorhabens in Nigeria. Die Aktivistinnen und Aktivisten wiesen darauf hin, dass Regierungen oft Drohungen aus dem Ausland, die Entwicklungszusammenarbeit wegen Menschenrechtsverletzungen an LSBTI zu kürzen, dazu nutzen, sie zu Sündenböcken für ausbleibende Gelder zu machen. Unterstützerinnen und Unterstützer aus dem Ausland sollten daher nicht öffentlich mit dem Entzug von Geldern drohen, sondern vorrangig hinter den Kulissen, und dabei nach Möglichkeit die gesamte Bandbreite an Menschenrechtsverletzungen einbeziehen, so die Gäste.

Die Studienreise fand auf Einladung des Auswärtigen Amtes statt.

Informationen zur Arbeit des Instituts zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Bereich Entwicklungspolitik

Informationen zur Arbeit des Instituts zu sexueller Selbstbestimmung im Bereich Diskriminierungsschutz

Weitere Informationen bei Andrea Kämpf,
E-Mail: kaempf(at)institut-fuer-menschenrechte.de