23. UN-Weltklimakonferenz: zahlreiche Veranstaltungen zu Menschenrechten und Klimawandel

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Ausgetrocknete, rissige Erde mit einem Büschel Gras.

Das Bewusstsein für die Verbindung zwischen Menschenrechten und Klimawandel sollte gefördert werden © Kurt Michel/pixelio.de

23. UN-Weltklimakonferenz: zahlreiche Veranstaltungen zu Menschenrechten und Klimawandel

Seit dem 6. November findet in Bonn die 23. UN-Weltklimakonferenz (COP 23) statt. Unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi sollten zwei Wochen lang die Elemente des Pariser Klimaabkommens von 2015 (PDF, 231 KB) in Zusammenarbeit aller anwesenden Delegierten weiter vorangebracht werden. Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks unterstrich in einer Pressemitteilung vom 19. Oktober 2017 die Notwendigkeit, dass neben den zwischenstaatlichen Verhandlungen das aktive Handeln in den Mittelpunkt rücken müsse. Das Deutsche Institut für Menschenrechte war in diesem Kontext an sechs Veranstaltungen beteiligt. 

So fand am "Law and Governance Day" eine Expert_innenrunde statt, bestehend aus dem Co-Organisator Deutsches Institut für Menschenrechte sowie mehr als 20 Institutionen. Sie zielte darauf ab, mögliche Wege zu identifizieren, um das Bewusstsein für die Verbindung zwischen Menschenrechten und Klimawandel zu fördern. Im Rahmen der COP 23 nahm auch der internationale Dachverband Nationaler Menschenrechtsinstitutionen GANHRI teil. Der Sonderbeauftragte von GANHRI, Alan Miller, eröffnete die erste Konferenzwoche mit einer Diskussion über die Wichtigkeit der Integration von Menschenrechten in Klimaschutzmaßnahmen.

Die zweite Woche stellte in zwei Veranstaltungen nationale Menschenrechtsakteur_innen in den Fokus. So fand am 15. November ein Diskussionsdinner statt, das GANHRI gemeinsam mit dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) organisierte. Dort wurde die Frage diskutiert, welche Rolle Nationale Menschenrechtsinstitutionen (NMRIs) und andere nationale Menschenrechtsakteur_innen einnehmen können, um die Menschenrechtsstandards bei der Umsetzung der Klimawandelpolitik zu stärken.

Klimawandel beeinflusst Menschenrechte

Die Auswirkungen des Klimawandels beeinflussen direkt und indirekt die uneingeschränkte Achtung einer Reihe von Menschenrechten, wie zum Beispiel des Rechts auf Gesundheit, auf adäquate Ernährung, auf Kultur und Entwicklung und in extremen Fällen die des Rechts auf Leben. Effektives Monitoring und die Dokumentation dieser Auswirkungen sollten daher unbedingt Berücksichtigung in der Klimapolitik finden, um Klimagerechtigkeit für alle zu garantieren, fordern GANHRI und OHCHR. Nationale Menschenrechtsinstitutionen könnten dabei eine wichtige Rolle einnehmen, zum Beispiel indem sie überwachen, ob und wie Staaten Menschenrechtsstandards einhalten. Auf Grundlage der Ergebnisse könnten sie Staaten anschließend dabei beratend unterstützen, Menschenrechte in die Klimapolitik zu integrieren.

Teilnehmer_innen der genannten Veranstaltungen waren Vertreter_innen verschiedener NMRIs, UN-Organisationen, zivilgesellschaftlicher Organisationen, die zu Menschenrechten und Klimawandel arbeiten, sowie der nationalen COP-23-Delegationen. (sp)

Weitere Informationen:

23. UN-Weltklimakonferenz (COP 23)

Website GANHRI

Pariser Klimaabkommen von 2015 (PDF, 231 KB)

Pressemitteilung der Umweltministerin Barbara Hendricks vom 19. Oktober 2017