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Neue Studie: Menschenrechtliche Standards für landbezogene Investitionen

Die Freiwilligen Leitlinien Land der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sollten vor allem bei der Prüfung von Hochrisikoprojekten und bei der Bewertung von größeren agrarpolitischen Trends angewendet werden. So lautet das zentrale Ergebnis der neuen englischsprachigen Studie "Safeguarding Human Rights in Land Related Investments" des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Sie vergleicht bestehende internationale Prüfungsstandards der finanziellen Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Leitlinien Land aus dem Jahr 2012.

Vernissage "Spuren der Erinnerung" – Mit Schuhabdrücken gegen gewaltsames Verschwindenlassen

Aktionskunstprojekt thematisiert gewaltsames Verschwindenlassen in Lateinamerika

Mit seiner Arbeit will der mexikanischen Künstlers Alfredo López Casanova das Grauen greifbar machen, über gewaltsames Verschwindenlassen aufklären und gesellschaftliche Veränderungen voranbringen. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 4. Juli in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin sagte er: "Mit der Installation wollen wir den Verschwundenen und ihren Angehörigen eine Stimme geben". In der vom Deutschen Institut für Menschenrechte mitorganisierten öffentlichen Diskussion forderte er ein Ende des Kreislauf aus Gewalt, Korruption und Straffreiheit und die Unterstützung Europas dabei, "Druck auf die mexikanische Regierung auszuüben und darauf zu bestehen, dass die von Mexiko unterzeichneten Menschenrechtsverträge tatsächlich eingehalten werden."

 

 

"Ich bin Feministin, weil ich Menschenrechtlerin bin" - Margherita-von-Brentano-Preis 2017 für Beate Rudolf

Am 4. Juli 2017 wurde der Margherita-von-Brentano-Preis 2017 an Prof. Dr. Beate Rudolf verliehen. Die Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte erhält den Preis für ihr herausragendes langjähriges akademisches und gesellschaftspolitisches Wirken im Bereich der Menschenrechte und insbesondere der Frauenrechte.

"Spuren der Erinnerung" - Ausstellung gegen gewaltsames Verschwindenlassen wird in Berlin eröffnet

Ausstellungseröffnung am 11. Juli in Berlin (Galerie neurotitan)

Jedes Jahr verschwinden weltweit Menschen, weil sie im Auftrag oder mit Duldung von Regierungen inhaftiert, entführt und ermordet werden. Die Angehörigen werden im Unklaren über das Schicksal der Verschwundenen gelassen, ihnen wird jede Auskunft über deren Verbleib verwehrt. Auch in Mexiko ist das gewaltsame Verschwindenlassen ein großes Problem. Niemand weiß genau, wie viele Menschen dort bislang verschwunden sind. Viele Fälle werden gar nicht erst angezeigt beziehungsweise auch bei Anzeige nicht registriert. Offiziell geht man von mehr als 32.000 Verschwundenen insgesamt aus, andere Schätzungen liegen sehr viel höher.
Der mexikanische Bildhauer Alfredo López Casanova thematisiert das Leiden der Angehörigen in seiner Installation "Spuren der Erinnerung".

"Rassistische Stimmungsmache im Wahlkampf geht alle an"

Debatte um Strategien und staatliche Handlungsverpflichtungen gegen menschenverachtende Parolen

Menschenrechtsabkommen wie die Anti-Rassismus-Konvention der Vereinten Nationen sollen Menschen vor rassistischer Diskriminierung schützen – auch im politischen Wahlkampf. Mit Parolen wie "Geld für die Oma statt für Sinti und Roma" warb die NPD vor der letzten Bundestagswahl auf Wahlplakaten um Stimmen und platzierte zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011 ihren Plakat-Slogan "Gas geben" auch vor dem Jüdischen Museum. Die Bundestagswahl 2017 findet in einer weiter zugespitzten politischen Situation statt: In Deutschland und in anderen europäischen Ländern sind Parteien erstarkt, die offen rassistisch auftreten.

Die Rechte von Frauen und Mädchen mit Behinderungen stärken

In Deutschland leben etwa 15 Prozent der weiblichen Bevölkerung mit einer Behinderung. Sie haben - wie alle Frauen - das Recht, selbst über eine Elternschaft zu entscheiden. Rund drei Viertel von ihnen wünschen sich eigene Kinder. Gleichzeitig herrschen gesellschaftliche Vorbehalte gegen ihre Elternschaft, und für Frauen in stationären Wohneinrichtungen ist es schwer, Partnerschaften und ein selbstbestimmtes Sexualleben zu führen.

"Misshandlungen gibt es in vielen Ländern Europas"

Interview mit Wolfgang Heinz über Folter und Misshandlungen in Europa zum Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer

Wolfgang Heinz, Senior Policy Adviser des Deutschen Instituts für Menschenrechte, war von 2005 bis 2017 deutsches Mitglied des Antifolterausschusses des Europrats (European Committee for the Prevention of Torture and Inhuman or Degrading Treatment or Punishment, CPT). Die Mitglieder des Ausschusses besuchen häufig unangemeldet Gefängnisse, Polizeistationen, Jugend- und Frauenhaftanstalten, Abschiebeeinrichtungen oder Psychiatrien. Nach jedem Besuch übermittelt der Ausschuss einen Bericht an den verantwortlichen Staat mit Empfehlungen, Kommentaren und Auskunftsersuchen. Heinz war von März 2015 bis März 2017 einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses. Zuletzt leitete er Delegationen in Großbritannien, der Russischen Föderation und der Türkei.

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Veranstaltungen

18.09.2017 10:00-17:30 | Hertie School of Governance, 10117 Berlin

Experten-Workshop "Waffeneinsätze und das Recht auf Leben"

Herausforderung für das Humanitäre Völkerrecht und den Menschenrechtsschutz


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